Behandlungsabläufe
  • Sensorische Wahrnehmungs- und Reizverarbeitungsfähigkeit
  • Kognitive Leistungsfähigkeit sowie Konzentration und Ausdauer
  • Adäquate Anpassung der Handlung an die jeweilige Situation
  • Allgemeine psychische Verfassung des Patienten und soziale Kompetenzen

sollen durch die Ergotherapie unterstützt werden.

Über ein Angebot von Materialen, Geräten, Spielen und gezielten Aufgaben erfährt das Kind spielerisch sein Können und lernt dabei Schritt für Schritt seine noch nicht ausgereiften oder entwickelten Fähigkeiten zu entfalten. So ist es möglich Defizite auszugleichen oder versäumte Entwicklungsschritte nachzuholen. Der Schwerpunkt der ergotherapeutischen Behandlung liegt auf der Entwicklung und Stärkung der sensorischen Funktionen.

Körpernahes Arbeiten hilft den Kindern, sich besser zu spüren und die sensorischen Voraussetzungen zum Handeln zu entwickeln. Es sollen keine bloßen Einzelleistungen trainiert werden, vielmehr erhält das Kind Anstöße für sein eigenes Entwicklungsbedürfnis.

Dabei wird ebenso die individuelle und psychosoziale Situation der Patienten als auch bei Kindern der Entwicklungsstand mit einbezogen. Standardisierte Testverfahren ergänzen die ergotherapeutische Diagnostik.
 Therapieraum

Die Ergotherapie legt besonderen Wert auf die Integration von aufeinander aufbauenden Sinneserfahrungen. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass unmittelbar erfahrene Sinnesreize richtig eingeordnet und in einem Lernprozess mit schon vorhandenen Erfahrungen sinnvoll und automatisch verknüpft werden können.

Therapieraum
 Begleitende Gespräche mit den Eltern und Bezugspersonen des Kindes (z.B. Lehrer und Erzieher) sind wichtiger Bestandteil der Therapie. Ihnen soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, die Schwierigkeiten der Kinder zu verstehen und nach ihren Möglichkeiten das Umfeld den Bedürfnissen der Kinder entsprechend zu gestalten. Ebenso gehören die Gespräche mit dem behandelnden Arzt, den Therapeuten oder Psychologen zu einer erfolgreichen Behandlung.

Bei der Behandlung Erwachsener geht es in der Ergotherapie darum, individuelle Handlungskompetenzen bei alltäglichen Verrichtungen und im Arbeitsbereich neu zu entwickeln, wieder zu erlangen und/oder zu erhalten, wobei die motorischen, sensorischen und neuropsychologischen Komponenten beachtet und mit einbezogen werden. Es handelt sich dabei um eine handlungs- und funktionsorientierte Therapie.

Ziele der ergotherapeutischen Behandlung

  • Integration von Sinneseindrücken als Basis für eine altersgerechte motorische, sensorische und kognitive Entwicklung
  • Stärkung der Eigenaktivität und des Selbstbewusstseins bis hin zu mehr Selbständigkeit im Alltag
  • Verbesserung der Interaktion und Kommunikation mit der Umwelt
  • Stabilisierung dieser Basisfunktionen, um eine gesunde Entwicklung sicherzustellen, eine mögliche oder drohende Behinderung zu mildern oder zu verhüten